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Historischer Weinverladekran am Rhein auf der Seite des Handwerker- und Gewerbevereins.

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Ausbildungsmesse mit Workshops war ein voller Erfolg

Ausbildungsmesse mit Workshops war ein voller Erfolg
13 Arbeitgeber suchten in der Agentur für Arbeit den direkten Kontakt mit jungen Arbeits-suchenden
„Mensch, das freut mich jetzt aber für dich, das ist ja klasse“, klopfte der Vater seinem Sohn auf die Schulter, der 16-jährige hatte auf der Ausbildungsmesse, die in der Agentur für Arbeit in Rüdesheim stattfand, ein Praktikum im Gastronomiebereich erhalten mit der Aussicht auf einen Ausbildungsplatz. Der junge Mann war selbst noch ganz sprachlos über die tolle Chance, die sich ihm hier bot. „Ich hatte mich in diesem Betrieb auch schon offiziell beworben, aber leider eine Absage erhalten. Meine Noten waren nicht die allerbesten.“ Ganz anders dann im persönlichen Gespräch- mit dem Chef des Hotels. Der 16-jährige sei ihm sofort sympathisch gewesen, er habe etwas Offenes-, Freundliches, was im Gastronomiegewerbe unerlässlich sei und wurde deshalb gleich zum Praktikum eingeladen.
Ein voller Erfolg war die Ausbildungsmesse in Rüdesheim: Über 200 junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, kamen hier mit 14 Arbeitgebern ins direkte Gespräch: vom Rüdesheimer Schloss die Familie Breuer, vom Central Hotel Herr Stiebler, der Vorsitzender der DEHOGA Rheingau, Malermeister Post aus Eltville, der Maler- und Lackiererbetrieb Oswald, Geisenheim, das GIS Gutsrestaurant Schloss Vollrads, Käfer’s Wiesbaden, Schuhmaxx Oestrich-Winkel, das Hotel Krone Assmannshausen, das Hotel Burg Schwarzenstein, das Backhaus Dries, Bofrost Idstein, das Hotel Schloss Reinhartshausen und Maler Walch aus Taunusstein waren vor Ort. Die Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, die sich alle sehr engagiert für die Organisation der Ausbildungmesse eingesetzt hatten, hatten alle ihre Büros geräumt und den Arbeitgebern für eingehende Gespräche zur Verfügung gestellt. „Diese Frühlingsbörse hat den Sinn, vor Saisonstart viele Menschen in Arbeit zu bringen und in ungezwungener Atmosphäre Arbeitgeber kennenzulernen, Gespräche zu führen“, erklärte Jutta Nikolai von der Agentur für Arbeit. „ So kommt man ja nicht immer an die Arbeitgeber ran“, meinten auch die Besucher und die Arbeitgeber erklärten, dass ein persönlicher Eindruck durch nichts zu toppen sei.
Schon im vergangenen Jahr hatte es eine Messe dieser Art gegeben, damals allerdings nur für den gastronomischen Bereich. Als eine der ersten war schon 2011 Susanne Breuer dabei und von der Möglichkeit, mit den jungen Bewerbern hier auf so unkomplizierte Art ins Gespräch zu kommen, überzeugt. „Das ist wie „Speed-Dating“, scherzte sie und fügte gleich ernsthaft hinzu, dass sie schon im vergangenen Jahr einen jungen Mann sofort zu einem Praktikum verpflichtet habe und ihm dann auch einen Ausbildungsvertrag gegeben hatte. „Er ist längst ein sehr fähiger Mitarbeiter in unserem Team geworden“, erzählte sie. Und dieser Erfolg wiederholte sich auch in diesem Jahr: „Gerade habe ich wieder mit einem 16-jährigen gesprochen, der jetzt ein Praktikum bei uns absolvieren wird. Er macht einen guten Eindruck und wenn er sich gut anstellt, bekommt er im Rüdesheimer Schloss einen Ausbildungsplatz“, sagte Susanne Breuer und begab sich auf die Suche nach dem Lehrer des Jungen, um auch mit ihm zu sprechen.
Viele der Jugendlichen wurden von ihren Lehrern und auch von Eltern begleitet. „Wir hatten alle Schulen im Umkreis angeschrieben und zu der Messe eingeladen, außerdem hatten wir überall im Rheingau mit Plakaten und Flyern dafür geworben“, erklärte Sarah Lay von der Agentur für Arbeit. Rund 300 Arbeitslose und Arbeitssuchende aus dem Rheingau, Wiesbaden und Bad Schwalbach hatte man direkt eingeladen. Und auch über Medien hatte man Gäste eingeladen, sodass auch Wechselinteressierte ungezwungen die Möglichkeit hatten, Kontakt zu Arbeitgebern aufzunehmen.
„Da für die Branchen Hotellerie, Einzelhandel, Handwerk, wie Bäcker, Maler- und Lackierer, Dachdecker, Tischler und andere, ein hoher Bedarf- an Auszubildenden besteht, vielen die Weiterentwicklung der Berufe und die Chancen, die danach- sich ergeben, oft nicht bekannt- sind, haben wir auch die Schulen und zukünftige Auszubildende auf unsere Veranstaltung aufmerksam gemacht“, so Jutta Nikolai. Alle Stellenangebote, auch von Arbeitgebern, die nicht vertreten waren, konnten mitgenommen werden, dafür hatte die Agentur für Arbeit einen Infopoint eingerichtet, der auch rege genutzt wurde. Offene Stellen konnten direkt mitgenommen werden, Einstellungsgespräche oder ein erstes Kennenlernen war möglich in den jeweiligen Besprechungszimmern. Und damit nicht genug, die Messe bestand nämlich aus zwei Teilen und bot auch Workshops für Auszubildende: Eingeladen waren alle Besucher zu einem sehr interessanten Betriebsrundgang in dem modernen benachbarten Backhaus Dries. Die beiden Inhaber Martin und Stefan- Dries erläuterten anschaulich den Unterschied zwischen früher und heute, mit was und wie überhaupt gebacken wird und erläuterten- die Produktion vom Mehl bis in den Laden. In der Küche des Backhaus Dries traf man dann auf den hauseigenen Koch des Backhaus Dries, Herrn Seifert und auf Norman Wegner, den neuer Küchenchef- der Krone und René Fuhrmann vom Restaurant Schwarzenstein. Die beiden Spitzenhäuser Krone Assmannshausen und Hotel Burg Schwarzenstein hatten sich auf die Fahnen geschrieben, ihren Betrieb im Rahmen der Messe vorzustellen, zu zeigen, was den Beruf des Kochs so alles ausmacht, welche Aufstiegschancen es gibt. Das alles fand im Rahmen von Workshops statt: Die jungen Besucher waren herzlich eingeladen, mitzumachen. „Wichtig war es uns, die jungen Leute etwas machen lassen“, so Jutta Nikolai. Mit den Spitzenfachkräften stellten die Jugendlichen köstliche Canapees und Crêpes selbst her und waren auch eingeladen, sie gemeinsam zu verzehren. „Du kannst das wirklich gut, willst Du nicht mal zu uns zum Praktikum kommen?“, bot dann auch spontan ein Koch einem Jungen an. Zahlreiche Praktika wurden an diesem Nachmittag vereinbart. Und rundum waren alle Beteiligten sehr zufrieden. Über eine regelmäßige Veranstaltung der Messe denkt man jetzt nach.
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